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Die häufigsten Fragen

  • Woher bezieht Deutschland sein Erdgas?
    Neben den russischen Lieferungen bezieht Deutschland Erdgas aus Norwegen und den Niederlanden. Außerdem werden deutsche Energieunternehmen auch zunehmend verflüssigtes Erdgas (LNG) beziehen, aktuell noch über Anlande-Terminals im Ausland. Voraussichtlich Ende 2022 wird auch Deutschland an der Küste über mobile LNGTerminals verfügen. 2021 hat Deutschland aus Russland etwa 55 % des hier verbrauchten Erdgases importiert, Ende Juni 2022 waren es noch etwa 26 %. Ziel ist, es den Anteil des russischen Gases am deutschen Gesamtverbrauch bis zum Sommer 2024 auf 10 % zu reduzieren.
  • Ist die Gasversorgung sicher?
     Aktuell ja. Nach dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) sind private Haushalte in Deutschland besonders geschützt. Auch im Fall eines Engpasses werden sie weiter versorgt, wenn die Industrie bereits Einsparungen vornehmen muss. Das erklärte Ziel aller Akteure ist es, die in Deutschland etwa 19 Millionen an das Gasnetz angeschlossenen Haushalte ohne jede Unterbrechung zu versorgen.

    Nur in besonders extremen Situationen, beispielsweise wenn ein Gaslieferstopp und ein sehr langer und kalter Winter zusammenwirken, kann auch die Versorgung der Haushalte schwierig werden. Das Ministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), die Bundesnetzagentur, der Marktgebietsverantwortliche THE und die Stadtwerke sowie Energieversorgungsunternehmen als Verteilnetzbetreiber arbeiten daran, dass diese Situation nicht eintritt.
    Theoretisch kann das Speichervolumen laut der Bundesregierung Deutschland zwei bis drei durchschnittlich kalte Wintermonate mit Gas versorgen. Bis zur Energiekrise hat Deutschland jährlich etwa 1.000 Terawattstunden Erdgas verbraucht. In den Gasspeichern können maximal rund 256 Terawattstunden gespeichert werden. Der Gasverbrauch ist in den letzten Monaten stark rückläufig.
  • Wie entwickelt sich die Grundversorgung der EVF?
     Die Grafik berücksichtigt die angekündigte Reduzierung der Umsatzsteuer auf den Gasverbrauch ab 01.10.2022 von 19 % auf 7 %.





  • Wer muss die Umlagen bezahlen?
    Bezahlt werden diese Umlagen grundsätzlich sowohl von Industrie- als auch Haushaltskunden, die Erdgas beziehen und voraussichtlich auch von Fernwärmekunden. Wer mit Strom, Öl oder erneuerbaren Energien heizt, bezahlt diese Umlage nicht. Diese Umlagen werden nur von den Gaskunden bezahlt, weil Gas aktuell das knappste Gut unter den Energieträgern ist. Nach dem deutschen Rechtssystem wäre eine Umlage, die von allen Bürgerinnen und Bürgern zu bezahlen ist, unabhängig ihrer Heizart, ein gravierender Eingriff. Es ist nicht klar, ob so eine Umlage verhältnismäßig und rechtssicher wäre.
  • Besteht ein Sonderkündigungsrecht aufgrund der Preisanpassung durch die Umlagen?
    Bei einseitigen Preisänderungen des Energielieferanten muss beachtet werden, dass die betroffen Kunden ihr Sonderkündigungsrecht ausüben und den Energieliefervertrag spätestens zum Wirksamkeitszeitpunkt der Preisänderung fristlos kündigen können. Das heißt, Kunden könnten ihren Vertrag unter Berücksichtigung der Vorgaben der Bundesnetzagentur kündigen.
  • Erhöhen sich die Abschläge für die Gaslieferung?

    Die Abschläge für die Gaslieferung werden den aktuellen Preisen angepasst. Dies ist notwendig, damit Sie mit der Jahresrechnung keine zu hohe Rückzahlungsforderung erhalten. Sie werden rechtzeitig über die neuen Abschlagszahlungen informiert.

  • Aus welchen Gründen steigt der Gaspreis?

    Bereits im letzten Jahr sind die Preise an den Energie-Börsen stark gestiegen. Ursache war die konjunkturelle Erholung nach der Hochphase der Corona-Pandemie verbunden mit einer ungewöhnlich geringen Befüllung der Gasspeicher, die damals bereits Sorgen bezüglich der Versorgungssicherheit im Falle eines strengen Winters ausgelöst hat. Eine weitere starke Steigerung der Großhandelspreise trat durch den Krieg in der Ukraine ein. Diese Entwicklung nimmt durch die von Russland im Zuge des Krieges stark gekürzten Gaslieferungen weiter zu.