Aktuelle Informationen zur Energiekrise

(Stand 15.11.2022)

Hier finden Sie Nützliches rund um die Energiekrise: Antworten auf Ihre Fragen, Infos zur aktuellen Situation, Tipps, wie Sie Ihre Energiekosten senken können. Wir bemühen uns, die Seiten stets aktuell zu halten.

Soforthilfe Gas und Wärme - so soll es funktionieren

Die aktuelle Gaspreiskrise führt zu teilweise enormen finanziellen Belastungen für Gas- und Wärmekunden. Um diese Belastungen etwas zu dämpfen, plant die Bundesregierung verschiedene finanzielle Entlastungen.

Um die Haushalte und vor allem kleinere Gewerbekunden kurzfristig zu entlasten, hat sich die Bundesregierung für eine einfache und pragmatische Lösung entschieden: Gaskundinnen und Gaskunden erhalten im Monat Dezember 2022 spätestens im Januar 2023 eine staatliche Soforthilfe, die sich an den monatlichen Abschlägen orientiert. Die Höhe der Soforthilfe berücksichtigt auch mögliche Gaspreissteigerungen zum Jahresende. Sie wird auf Basis einer Formel berechnet und entspricht einem Zwölftel des im September 2022 prognostizierten individuellen Jahresverbrauchs, multipliziert mit dem am 1. Dezember gültigen Brutto-Arbeitspreis. Auch ein Zwölftel des Grundpreises wird vom Staat übernommen. Der prognostizierte Jahresverbrauch entspricht nicht dem tatsächlich abzurechnenden Jahresverbrauch.

Die Einmalzahlung bezieht sich nur auf Ihre Gas-/Wärmekosten. Bitte zahlen Sie die Abschläge für Strom und Wasser weiter, um hier nicht in Rückstand zu geraten.

Als EVF-Kundinnen und -Kunden (mit Ausnahme der Industrie und größeren Gewerbekunden) profitieren Sie automatisch von der Soforthilfe.

Was muss ich tun, um die Entlastung für Dezember zu erhalten?

  • Wenn Sie uns ein SEPA-Lastschriftmandat erteilt haben, brauchen Sie nichts zu unternehmen. Wir werden den Gas-/Wärmeabschlag im Dezember nicht einziehen.
  • Wenn Sie einen Dauerauftrag eingerichtet haben, reduzieren Sie ihn bitte für Dezember um die Höhe Ihres Gasabschlags. Falls Sie das vergessen oder es nicht rechtzeitig schaffen: Wir schreiben Ihnen die zu viel geleistete Zahlung gut – und verrechnen sie über Ihre kommende Jahresverbrauchsabrechnung.
  • Wenn Sie Ihre Überweisung monatlich selbst vornehmen, reduzieren Sie ihre Zahlung bitte für Dezember um die Höhe Ihres Gas-/Wärmeabschlags. Falls Sie das vergessen oder es nicht rechtzeitig schaffen: Wir schreiben Ihnen die zu viel geleistete Zahlung gut und verrechnen sie über Ihre kommende Jahresverbrauchsabrechnung.
In Ihrer Jahresverbrauchsabrechnung wird dann der Erstattungsbetrag (Soforthilfe) mit der vorläufigen Entlastung (Dezemberabschlag) verrechnet. Es geht Ihnen kein Geld verloren.

Die Soforthilfe erhalten auch größere Unternehmen und Einrichtungen (RLM-Kunden mit viertelstündiger Leistungsmessung). Unabhängig vom Verbrauch werden zudem gezielt größere Verbraucher entlastet wie die Wohnungswirtschaft und beispielsweise Pflege- und Rehabilitationseinrichtungen sowie Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen. Hier beträgt die Entlastung ein Zwölftel des individuellen Jahresverbrauchs der Monate November 2021 bis einschließlich Oktober 2022. RLM-Kunden müssen dem Gaslieferanten bis zum 31.12.2022 in Textform darlegen, dass die Voraussetzungen für den Anspruch auf Soforthilfe gemäß § 2 Abs. 1 Satz 4 EWSG vorliegen. Bitte kontaktieren Sie hierzu Ihre gewohnten Ansprechpartner.

Die Entlastung bei Wärme erfolgt durch eine pauschale Zahlung, die sich an der Höhe des im September gezahlten Abschlags mit einem Zuschlag in Höhe von 20 % bemisst.

Bei allen Kunden die monatlich abgerechnet werden und die keine Abschläge zahlen, erfolgt die Erstattung mit der Dezemberabrechnung im Januar 2023.

Wir weisen darauf hin, dass
• Energieeinsparungen einen kostenmindernden Nutzen haben und
• die Entlastung aus Mitteln des Bundes finanziert wird.


Wer hat einen Anspruch auf die Soforthilfe?
, Quelle: BDEW

Zu den wichtigsten Fragen und Antworten Gas

Zu den wichtigsten Fragen und Antworten Wärme

Mehr dazu vom BMWK

 

Preisbremsen für Gas, Wärme und Strom

Die geplanten Entlastungsmaßnahmen mit Preisbremsen für Gas, Wärme und Strom sollen spätestens im März 2023 in Kraft treten. Darüber wird der Bundesrat voraussichtlich im Dezember entscheiden.

Geplante Gas- und Wärmebremse für Haushalts- und Gewerbekunden (größtenteils mit Standardlastprofil - SLP):

  • Begünstigt werden SLP-Kunden, also vor allem Haushalte. Die Bremse soll aber auch für Wohneinheiten gelten, die Gas über eine registrierende Leistungsmessung beziehen.
  • Geltungszeitraum: 01.03.2023 bis 30.04.2024
  • Entlastung: garantierter Gas-Bruttopreis von 12 ct/kWh für 80 % des prognostizierten Jahresverbrauchs; bei Fernwärme von 9,5 ct/kWh.
  • Bei Haushalten mit einem Einkommen ab 75.000 Euro soll die staatliche Entlastung ab 2023 besteuert werden.


Geplante Gas- und Wärmebremse für Industriekunden mit registrierender Leistungsmessung - RLM:

  • Energiekosten für die Industrie sollen substanziell gesenkt werden.
  • Von 01.01.2023 bis 30.04.2024 sollen RLM-Kunden mittels eines Garantiepreises von 7 ct/kWh (reiner Nettopreis) für 70 % der Verbrauchsmenge entlastet werden, bezogen auf den Verbrauch von November 2021 bis Oktober 2022.
  • Das gleiche gilt für Wärmekunden mit einem Verbrauch > 1,5 GWh/Jahr


Geplante Strompreisbremse für SLP-Kunden (Standardlastprofil):

  • Begünstigt werden SLP-Kunden, also vor allem Haushalte.
  • Keine Soforthilfe in Form des Dezemberabschlags, dafür Geltung bereits ab 01.01.2023 (bis 30.04.2024).
  • Entlastung: garantierter Strom-Bruttopreis von 40 ct/kWh für ein Grundkontingent von bis zu 80 % des historischen Verbrauchs.
  • Der historische Verbrauch bemisst sich voraussichtlich an der durch den Verteilnetzbetreiber erstellten Jahresverbrauchsprognose.


Geplante Strompreisbremse Nicht-SLP-Kunden (Gewerbe- und Industriekunden mit registrierender Leistungsmessung):

  • Entlastung: garantierter Strom-Nettopreis von 13 ct/kWh (reiner Nettoenergiepreis) für ein Grundkontingent von bis zu 70 % des historischen Verbrauchs mit einer Laufzeit von 01.01.2023 bis zunächst 31.12.2023.
  • Der historische Verbrauch bemisst sich voraussichtlich am durch den Messstellenbetreiber gemessenen Jahresverbrauch für das Jahr 2021

Was muss ich als Kunde tun?, Quelle: BDEW

Gasbeschaffungsumlage und Umsatzsteuersenkung

Die von der Bundesregierung auf 01.10.2022 angekündigte Gasbeschaffungsumlage (netto 2,419 ct/kWh) musste doch nicht von der EVF erhoben und abgeführt werden. Dies erfolgt zu Gunsten aller Gaskunden. Alle weiteren Umlagen wie z. B. die Gasspeicher- (netto 0,059 ct/kWh) und die Bilanzierungsumlage (netto 0,57 ct/kWh) sind davon nicht betroffen und bleiben bestehen.

Selbstverständlich halten wir uns bei der Umsetzung an die jeweils geltenden rechtlichen Vorgaben. Deshalb werden wir auch die angekündigte gesetzliche Umsatzsteuersenkung von 19 auf 7 % ab dem 01.10.2022 auf den Verbrauch von Erdgas berücksichtigen. 

Zu den FAQ

Energiespartipps

Energiesparen schont den eigenen Geldbeutel, hilft gegen den Klimawandel und macht uns als Gesellschaft unabhängiger von fossiler Energie aus Russland und anderen Ländern. 

Hier finden Sie einige einfache Hinweise